Die Saison 2025/26 der Gulf ProCar Series endete am Wochenende des 10./11. April mit dem siebten Lauf auf dem Dubai Autodrome – „National“ Streckenlayout. Mit am Start stand der Lausitzer Rennfahrer Henry Clausnitzer, dessen Team WF Racing mit dem regional ansässigen Team Big Red Racing kooperierte. „Ich freue mich darauf, zurück in den VAE zu sein und den nächsten Schritt in Richtung GT-Rennsport zu gehen. Nach einem erfolgreichen Testtag im Dezember bekomme ich nun die Chance, den Porsche Cayman GT4 unter Rennbedingungen auf dem Dubai Autodrome zu fahren“, so Clausnitzer vor der Veranstaltung.
Wetter und Vorbereitung
Es bestand eine für Dubai untypische, wechselhafte Wettervorhersage für das gesamte Wochenende und mit der Möglichkeit von Schauern. Diese sollten auch eintreten, was die ohnehin schon hohe Spannung des Rennens noch weiter erhöhte.
Nach einem mehrstündigen Testtag am Freitag und dem 15-minütigen Warm-up am Samstagmorgen waren die Fahrer und Fahrzeuge für das 20-minütige Qualifying optimal vorbereitet. Das „National“-Streckenlayout birgt mit seiner Streckencharakteristik die Gefahr der Verletzung von Tracklimits im kurvigen zweiten Sektor. Die Fahrer versuchen hier, die Strecke maximal auszunutzen, um die bestmögliche Rundenzeit zu erzielen.

Qualifying: Pole-Position beim Debüt
Henry Clausnitzer fuhr bei seinem Debüt in der Gulf ProCar-Serie im Porsche 981 Cayman GT4 mit der Startnummer 47 von Big Red Racing die Pole-Position in der Gesamtwertung und in der Klasse für GT4-Fahrzeuge ein. Der Brite Nick Wiltshire sicherte sich in einem TCR Volkswagen Golf die Bestzeit in der TCR-Klasse für Frontgetriebene Tourenwagen. Der ebenfalls ausgetragene Markenpokal Renault Clio Cup hatte Steve Wilson als Pole-sitter zu verzeichnen.
Rennen 1: Sieg trotz feuchter Strecke

Am Samstag Vormittag starte das erste Rennen des Wochenendes. Ein kurzer Regenschauer vor dem Start leitete ein spannendes Rennen ein, da die Strecke zunächst feucht war. Als die Ampellichter erloschen und Henry Clausnitzer das Feld anführte, stieg die Spannung, während die Fahrer abwogen, ob sie ihre Position direkt versuchen, zu verbessern, oder aufgrund der feuchten Bedingungen auf Sicherheit setzen sollen. Nick Wiltshire setzte Henry in der Anfangsphase unter Druck und profitierte dabei vom Frontantrieb und den Slicks seines Volkswagens auf feuchten Bedingungen. Ein Überholmanöver gegen den Porsche von Big Red Racing gelang ihm jedoch nicht. Clausnitzer baute auf abtrocknender Strecke den Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten aus und konnte in seinem ersten GT Rennen mit dem Porsche 981 Cayman GT4 als erster die Ziellinie überqueren.
Rennen 2: Führung zurückerobert
Rennen 2 versprach neue Chancen, da ein erneuter Regenschauer beim Rennstart für zusätzliche Spannung und für zusätzlichen Druck für Fahrer und Teams gleichermaßen sorgte. Die Strecke zeigte sich deutlich nasser als zu Beginn des ersten Rennens. Die meisten Fahrer entschieden sich für den Start mit Slicks, da man davon ausging, dass der Regen nur von kurzer Dauer sein würde. Wiltshire zeigte beim Start im Volkswagen Golf 7 GTI TCR Stärke und überholte die heckgetriebenen GT4-Fahrzeuge und Pole-Setter Henry Clausnitzer. Der vom Team Big Red Racing eingesetzte Porsche von Clausnitzer blieb im Gegensatz zu einigen Konkurrenten fehler- und dreherfrei auf der Strecke und konnte auf dem immer trockener werdenden Asphalt erneut den Kampf um die Gesamtführung aufnehmen. „Es kam darauf an den richtigen Rhythmus zu finden, das Auto im Grenzbereich zu kontrollieren und die Bedingungen Runde für Runde richtig einzuschätzen“ teilte Clausnitzer nach dem Rennen mit. Die Strecke trocknete dank der warmen Temperaturen schnell ab. Clausnitzer konnte die Gesamtführung zurückerobern und sich einen weiteren Gesamtsieg sowie den Sieg in der GT4 Kategorie sichern.
Stimmen und Ausblick

„Ein riesiges Dankeschön geht an die starke Teamkooperation von WF Racing und Big Red Racing“, so Clausnitzer abschließend. Mit seinem Debütsieg und der starken Leistung unter anspruchsvollen Bedingungen setzt er ein deutliches Zeichen für die weitere Entwicklung im GT-Sport. Die gewonnenen Erfahrungen auf internationalem Parkett sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Big Red Racing bilden eine vielversprechende Grundlage für kommende Einsätze.
Autor: WF Racing, Lara Sauer, kontakt@wf-racing.de