Motocross, Emotionen und ein Clubkönig in Bräunlingen

293 Fahrerinnen und Fahrer, hochsommerliche Bedingungen und ein Verein im Vollgas-Modus: Der MSC Bräunlingen verwandelte das Gelände am Otto-Würth-Stadion in eine Motocrossarena. Sportlicher Höhepunkt war Joseph Schloms, der mit starken Leistungen glänzte und zum Clubkönig gekürt wurde.

Motocrossarena am Otto-Würth-Stadion

Am 11. und 12. Juli verwandelte sich das Gelände am Otto-Würth-Stadion in Bräunlingen in eine beeindruckende Motorsportarena. Für das Rennwochenende hatte der MSC Bräunlingen eigens eine Motocrossstrecke errichtet – das Ergebnis zahlreicher Arbeitsstunden, sorgfältiger Planung und einer starken Gemeinschaftsleistung.

Bereits am Freitag reisten die ersten Fahrerinnen und Fahrer an. Nach und nach füllte sich das Fahrerlager mit Motorrädern, Transportern und Wohnmobilen. Zwischen letzten Vorbereitungen, Benzingesprächen und den ersten Motorengeräuschen war schnell zu spüren: Hier entstand mehr als nur eine Rennveranstaltung.

Mit insgesamt 293 Motocrossfahrerinnen und Motocrossfahrern an beiden Veranstaltungstagen war das Starterfeld beeindruckend groß. Vom jüngsten Nachwuchs über ambitionierte Jugendliche bis hin zu erfahrenen Erwachsenen waren nahezu alle Altersklassen vertreten. Unterschiedliche Generationen teilten dieselbe Begeisterung für Geschwindigkeit, Technik, Wettbewerb und den Motocrosssport.

Große Hitze und starke Organisation

Am Samstag begann das Renngeschehen unter hochsommerlichen Bedingungen. Die anhaltende Hitze und der trockene Boden stellten den MSC Bräunlingen vor eine besondere Herausforderung. Doch der Verein war gut vorbereitet.

Mit großem personellem und technischem Aufwand wurde die Strecke fortlaufend bewässert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Trotz der extremen Trockenheit entwickelte sich am Samstag kaum Staub. Die Fahrerinnen und Fahrer profitierten von guten Sichtverhältnissen, während die Zuschauerinnen und Zuschauer die spannenden Rennen unter sehr guten Bedingungen verfolgen konnten.

Auf der Strecke wurde einiges geboten. Enge Zweikämpfe, schnelle Kurven, weite Sprünge und voller Einsatz prägten die Läufe. Die jüngsten Teilnehmer kämpften mit sichtbarer Begeisterung um jede Position, während die erfahrenen Fahrer ihr Können, ihre Ausdauer und ihre Maschinenbeherrschung unter Beweis stellten.

Besonders erfreulich war, dass die Veranstaltung ohne größere Unfälle verlief. Angesichts der hohen Teilnehmerzahl, der anspruchsvollen Strecke und der sommerlichen Bedingungen war dies keine Selbstverständlichkeit. Zugleich war es ein Beleg für die gute Vorbereitung, die verantwortungsvolle Rennleitung und die aufmerksame Arbeit der Streckenposten.

Joseph Schloms – sportliches Aushängeschild und Clubkönig

Für den herausragenden sportlichen Höhepunkt aus Sicht des MSC Bräunlingen sorgte Joseph Schloms. Der Kassierer des Vereins bewies eindrucksvoll, dass er nicht nur bei Zahlen und Vereinsfinanzen den Überblick behält, sondern auch auf dem Motorrad zu den absolut Schnellsten gehört.

Mit außergewöhnlich starken Leistungen prägte er das Rennwochenende und konnte nahezu alle Wettbewerbe, in denen er antrat, für sich entscheiden. Lauf für Lauf zeigte er Geschwindigkeit, Konzentration, Kampfgeist und beeindruckende Konstanz. Seine Erfolge wurden von den Vereinsmitgliedern und den Zuschauerinnen und Zuschauern begeistert gefeiert.

Als besondere Auszeichnung krönte Joseph Schloms sein erfolgreiches Wochenende mit dem Titel des Clubkönigs. Ebenfalls über einen Clubtitel durfte sich Annette Reichmann freuen, die zur Clubkönigin gekürt wurde. Beide stehen damit stellvertretend für die sportliche Begeisterung und den starken Zusammenhalt innerhalb des MSC Bräunlingen.

Doch Joseph Schloms zeichnet weit mehr aus als seine sportlichen Resultate. Als Kassierer übernimmt er eine verantwortungsvolle Aufgabe im Verein, bringt sich mit großem Engagement ein und ist auch abseits der Rennstrecke eine verlässliche Stütze. Er verbindet sportlichen Ehrgeiz mit echter Vereinsverbundenheit und ist damit eine enorme Bereicherung für den MSC Bräunlingen.

Seine Siege und der Titel als Clubkönig waren deshalb nicht nur persönliche Erfolge. Sie waren zugleich besondere Momente für den gesamten Verein und ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Identifikation in den Reihen des MSC Bräunlingen stecken.

Rennleitung mit Blick in die Zukunft

Auch organisatorisch stellte der Verein an diesem Wochenende wichtige Weichen. Rennleiter Joscha Wiefel nutzte die Veranstaltung, um vier Vereinsmitglieder in die verantwortungsvollen Aufgaben der Rennleitung einzuarbeiten.

Tamara Kohaupt, Jens Bolli, Maik Kohaupt-Hepting und Leo Schloms erhielten wertvolle Einblicke in die organisatorischen und sicherheitsrelevanten Abläufe. Dazu gehörten unter anderem die Koordination der Rennläufe, die Kommunikation mit Fahrern und Streckenposten, die Überwachung des Zeitplans sowie die Sicherstellung eines geregelten Rennbetriebs.

Mit dieser Ausbildung schafft der Verein die Grundlage dafür, im kommenden Jahr auf eine gut vorbereitete und breit aufgestellte Rennleitung zurückgreifen zu können. Joshua Wiefel gab dabei nicht nur sein Wissen weiter, sondern leistete zugleich einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Zukunftssicherung des Vereins.

29 Starter und jede Menge Spektakel beim Freaky Cup

Nach den letzten Rennläufen des Samstags war der Tag noch lange nicht beendet. Beim Freaky Cup gingen insgesamt 29 Starter mit den unterschiedlichsten und teilweise außergewöhnlichsten Gefährten an den Start.

Mit Kreativität, Mut und einer gehörigen Portion Humor flitzten die Teilnehmenden durch die Bar. Waghalsige Konstruktionen, originelle Auftritte und lautstarke Anfeuerungsrufe sorgten für ausgelassene Stimmung. Mit 29 Startern entwickelte sich der Freaky Cup zu einem echten Höhepunkt des Abendprogramms.

Im Anschluss folgte das Motorrad-Limbo. Fahrer und Maschinen mussten eine immer niedriger werdende Begrenzung unterqueren. Dabei waren Geschicklichkeit, Balance, Technik und Mut gefragt. Der Wettbewerb begeisterte sowohl die Teilnehmenden als auch das Publikum.

Den Abschluss des Tages bildete eine große Party. Fahrer, Helfer, Vereinsmitglieder und Gäste feierten gemeinsam, tauschten die Erlebnisse des Tages aus und ließen den langen Renntag in geselliger Atmosphäre ausklingen. Gerade diese Verbindung aus sportlichem Wettbewerb und echtem Gemeinschaftsgefühl machte den Samstagabend besonders.

Rennsport bis zum letzten Lauf

Am Sonntag rückte der Rennsport erneut in den Mittelpunkt. Trotz der Anstrengungen und der Feierlichkeiten des Vortages gingen die Fahrerinnen und Fahrer wieder hoch motiviert an den Start. In mehreren Läufen wurde um Positionen, Siege und persönliche Bestleistungen gekämpft.

Auch am zweiten Veranstaltungstag waren die Helferinnen und Helfer unermüdlich im Einsatz und bewässerten die Strecke regelmäßig. Aufgrund der weiterhin hohen Temperaturen und der zunehmenden Trockenheit entstand am Sonntag jedoch deutlich mehr Staub als am Vortag. Dies verlangte sowohl den Fahrerinnen und Fahrern als auch dem Streckenteam einiges ab.

Trotz der schwieriger werdenden Bedingungen konnten die Rennen erfolgreich durchgeführt werden. Bis zum letzten Lauf war die Leidenschaft für den Motorsport auf und neben der Strecke spürbar. Als schließlich die Motoren verstummten, lag ein intensives, erfolgreiches und emotionales Rennwochenende hinter allen Beteiligten.

Starke Sponsoren im Hintergrund

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung wäre ohne zuverlässige Sponsoren und Unterstützer nicht möglich. Sie leisteten einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die eigens angelegte Strecke, die notwendige Infrastruktur und das umfangreiche Rahmenprogramm realisiert werden konnten.

Ob durch finanzielle Unterstützung, Fahrzeuge, Materialien, Sachleistungen oder praktische Hilfe: Die Sponsoren waren eine tragende Säule des Rennwochenendes. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig starke Partnerschaften für die Vereinsarbeit und den regionalen Motorsport sind.

Der MSC Bräunlingen bedankt sich deshalb herzlich bei allen Sponsoren, Partnern und Unterstützern für ihr Vertrauen und ihre wertvolle Hilfe.

Eine starke Gemeinschaftsleistung

Ein ebenso großer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Streckenposten, dem Organisationsteam, der Rennleitung und allen Vereinsmitgliedern.

Der Aufbau der Strecke, die fortlaufende Bewässerung, die Betreuung des Fahrerlagers, die Organisation der Rennläufe, die Bewirtung der Gäste und der spätere Rückbau verlangten unzählige Arbeitsstunden und großen persönlichen Einsatz.

Dass insgesamt 293 Fahrerinnen und Fahrer ein weitgehend unfallfreies Rennwochenende erleben konnten und die Strecke insbesondere am Samstag trotz extremer Trockenheit nahezu staubfrei blieb, war das Ergebnis dieser starken Gemeinschaftsleistung.

Der MSC Bräunlingen zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele Menschen mit Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Nicht allein die schnellen Motorräder und die sportlichen Erfolge machten dieses Wochenende besonders, sondern vor allem die Menschen, die es möglich gemacht haben.

Autor: Domenic Weinstein,  Bilder: Giovanni Steiner

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