Mittlerweile hat es Seltenheitswert, das letzte Flugplatzrennen in Deutschland im Odenwaldstädtchen Walldürn. Noch bis weit in die 90er Jahre zog der Tross der Motorsportler zu den Rennen auf die Flugplätze in Deutschland. Der Grund, es gab damals nur die beiden permanenten Rennstrecken Nürburgring und Hockenheimring. Also machte man aus der Not eine Erfindung und wich auf die Flugplatzpisten aus. Das änderte sich dann zum Ende des letzten Jahrhunderts, nicht nur in Deutschland, auch im angrenzenden Ausland entstanden permanente Motorsportanlagen.
Flugplatzrennen verschwanden aus dem Terminkalender. Einzig Walldürn blieb erhalten, das als Flugplatzrennen eigentlich gar keine Historie besitzt. Erst 2008 fand auf dem Sportflugplatz die Premiere als Revival an das legendäre Odenwaldring-Rennen der 50er Jahren. Dieses wurde zwar auf den Straßen der Nachbargemeinde Buchen durchgeführt, der zunehmende Straßenverkehr auf der Bundesstraße, die als Rennstrecke herhalten musste, machte eine weitere Durchführung unmöglich. Für die Region ist es eine echte Bereicherung, keine Provinzveranstaltung, sondern eine mit ehemaligen Weltmeistern und Grand-Prix-Siegern als VIP-Gäste organisierte Veranstaltung. Fahrer aus allen Teilen Europas als Teilnehmer kommen in den Wallfahrtsort. Besondere Höhepunkte waren der Besuch der mehrfachen Weltmeister Jim Redman, Freddie Spencer, Jan de Vries, Rolf Steinhausen, Werner Schwärzel und nicht zuletzt Dieter Braun. Sie alle waren zu Gast in Walldürn und zeigten sich bei den Präsentationsfahrten ihren Fans.
Die Vorbereitungen für die diesjährige Veranstaltung laufen bereits, die vom 19. bis 21. Juni 2026 stattfinden wird. Wer alles am Start ist, was es sonst noch zu sehen gibt, wird in den nächsten Wochen, bekannt gegeben. Weitere Informationen, Starterliste, Zeitplan,etc. werden auf der Homepage aktuell unter www.klassik-motorsport.com veröffentlicht.