Neun deutsche Fahrer starten bei den Six Days 2026
Die International Six Days of Enduro feiern ihr 100. Jubiläum. Mit dabei sind drei deutsche Clubmannschaften, die sich der Herausforderung in Portugal stellen.
Nach monatelanger Vorbereitung ist die erste wichtige Hürde genommen: Alle neun Fahrer haben ihre Motorräder erfolgreich durch die technische Abnahme gebracht. Auch die administrativen Kontrollen verliefen problemlos.
Jetzt zählt, was auf der Strecke passiert. Sechs Fahrtage verlangen den Teilnehmern alles ab. Neben Geschwindigkeit und fahrerischem Können entscheiden vor allem Ausdauer, Zuverlässigkeit und Teamgeist über den Erfolg.
Drei Clubmannschaften vertreten Deutschland
Team Germany geht mit drei Mannschaften und jeweils drei Fahrern an den Start.
Team Germany DMV Deutschland e. V.
- Leo Steiert
- Matthias Reichmann
- Marco Pfeifer
Team Germany ADAC Nordbaden e. V.
- Martin Werz
- Paul Topor
- Marvin Möhler
Team Germany Nordbayern Best Plum Racing
- Luca Wiesinger
- Sven Marker
- Petr Krivanek
Alle neun Piloten sind bereit, bei der Jubiläumsausgabe der Six Days die deutschen Farben zu vertreten.




Feierlicher Auftakt am Strand von Sines
Noch vor dem ersten Fahrtag wartete ein besonderer Moment auf die Teilnehmer. Die offizielle Eröffnungsfeier fand direkt am Strand von Sines statt.
Vor der beeindruckenden Kulisse der portugiesischen Atlantikküste kamen Fahrer, Betreuer und Helfer aus zahlreichen Nationen zusammen. Die hervorragend organisierte Feier sorgte für beste Stimmung und einen würdigen Auftakt zur 100. Ausgabe des traditionsreichen Enduro-Wettbewerbs.
Für die deutschen Mannschaften war es der Moment, in dem aus monatelanger Planung endgültig Rennsport wurde.
Familie Werz übernimmt die Organisation
Dass Deutschland mit drei Clubteams an den Start gehen kann, ist insbesondere dem Engagement von Martin Werz und seiner Familie zu verdanken.
Der Verein für Endurosport e. V. konnte die Teilnahme in diesem Jahr aufgrund einer Terminüberschneidung mit dem Finale der Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) in Streitberg nicht wie gewohnt organisieren.
Martin Werz nahm die Herausforderung an und stellte gemeinsam mit seiner Familie und starken Partnern die deutsche Teilnahme auf die Beine.
Dabei ist die gesamte Familie eingebunden: Steffen Werz übernimmt die Aufgaben des Delegierten und Mannschaftsleiters, Martin Werz fungiert als Teamchef. Alexander und Vater Reiner unterstützen vor Ort. Franziska und Ingrid Werz halten im Hintergrund die Fäden zusammen.
Julia und Marie kümmern sich um die Social-Media-Berichterstattung und versorgen die Motorsportfans täglich mit Eindrücken aus Portugal.
Starke Partner sorgen für professionelle Bedingungen
Ein entscheidender Faktor hinter dem deutschen Auftritt ist die Unterstützung durch Uwe Reinhardt, das Team ERC und ProKASRO.
Die Partner kümmern sich um Logistik, Fahrerlager und Infrastruktur. Fünf Helfer stehen der Mannschaft vor Ort mit Material, Erfahrung und tatkräftiger Unterstützung zur Seite.
Auch IPONE leistet mit Schmierstoffen und Ölen einen wichtigen Beitrag.
Eine kleine Herausforderung brachte allerdings das begrenzte Platzangebot im Fahrerlager mit sich. Die ursprünglich vorgesehenen großen Sattelzüge mussten zu Hause bleiben. Stattdessen reiste das Team mit drei kompakteren Lkw an.
Ein besonderes Fahrzeug durfte dennoch mit nach Portugal: der neue Dakar-6×6-Lkw.
Trotz der engen Platzverhältnisse gelang der Aufbau. Das Fahrerlager steht, die Infrastruktur funktioniert und sämtliche Helfer entlang der Strecke und an den Sonderprüfungen sind eingeteilt.




Mission 100: Jetzt zählt die Leistung auf der Strecke
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Fahrer, Betreuer und Helfer blicken motiviert auf die kommenden sechs Fahrtage.
Für die drei deutschen Mannschaften geht es jetzt darum, möglichst fehlerfrei durch die anspruchsvollen Etappen und Sonderprüfungen zu kommen.
Der DMV Baden-Württemberg wünscht allen deutschen Teilnehmern viel Erfolg, eine sichere Fahrt und jede Menge Durchhaltevermögen bei den Six Days 2026!
Weitere Informationen: Offizielle Website der Six Days
Autor & Fotos: Matthias Reichmann